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Drupal

DrupalZunächst als studentische Communitylösung entwickelt, ist Drupal eher als ein – in php geschriebenes – Framework denn als herkömmliches CMS einzuordnen. Dabei eignet es sich für verschiedenste individuelle Anforderungen und überzeugt dabei mit Skalierbarkeit, Flexibilität, Barrierefreiheit und modernsten Webtechnologien. Über ein Drittel der erfolgreichsten Webseiten wurden mit Drupal erstellt und belegt unter den CMS weltweit den dritten Platz.

Der stärkste Unterschied zu anderen CMS ist die Reduzierung des Kernsystems auf die Quintessenz. Daher finden sich defaultmäßig lediglich eine kleine Anzahl an Modulen, wie etwa eine Kommentar- oder Suchfunktion. Die Basis von Drupal ist der User-generated-Content, was das CMS auch für Twitter oder Instagram attraktiv macht.

Somit geht Drupal im Gegensatz zu anderen CMS einen diametral umgekehrten Weg, denn jedes Projekt ist unterschiedlich und Standardfunktionen, die in anderen CMS eingesetzt werden, erfüllen häufig nicht die individuellen Anforderungen des Projekts. Zusatzfunktionen werden dabei entsprechend der individuellen Anforderungen modular installiert. Der User kann hierbei aus Tausenden Modulen aus dem Open-Source-Bereich wählen.

Daneben gibt es eine Anzahl von vorgefertigten Installationsprofilen, die auf häufig auftauchende Anwendungsfälle zugeschnitten sind. Der strategisch-minimalistische Ansatz von Drupal bringt einige erhebliche Vorteile mit sich, wie einen enormen Gewinn an Performance durch eine ressourcenarme Arbeitsweise sowie einen zu vernachlässigenden Wartungsaufwand. Somit bietet das System auch wenig Angriffsfläche für Hacker. Schließlich ist das System in der Lage, mit steigenden Anforderungen mitzuwachsen.

Funktionale Bedienung

Ebenso wie im Aufbau und der Architektur unterscheidet sich Drupal von anderen CMS in seinem Bedienkonzept. Über das Rechte- und Rollenmanagement werden Berechtigungen von eingeloggten oder anonymen Benutzern abgefragt und in entsprechenden Menüs zur Verfügung gestellt, wobei die jeweiligen Berechtigungen vom Administrator gesetzt werden. Hierbei gibt es keinen Unterschied zwischen Frontend und Backend.

Um Inhalte zu bearbeiten, kann ein Redakteur durch die entsprechende Seitenansicht navigieren und die zur Verfügung gestellten Funktionen nutzen. Drupal verwendet dabei keine Baumstruktur wie andere CMS.

Weltweiter Einsatz

Zu den größten Stärken des CMS gehört die weltweite Verbreitung. Dementsprechend ist das System mehrsprachig. Insgesamt sind bereits standardmäßig 181 Sprachen installierbar. Somit können verschiedene User parallel in ihrer eigenen Muttersprache arbeiten.

Typische Einsatzmöglichkeiten

Obwohl Drupal auch dazu genutzt werden kann, statische Seiten auszuliefern, wird das System zumeist für sehr dynamische Plattformen genutzt, die auf User-generated Content basieren. Ebenso findet sich das CMS häufig im Einsatz bei Verwaltungen, Regierungen und anderen Institutionen, die auf die Beteiligung von Usern ausgerichtet sind. Ein Vorteil dabei ist, das Drupal diese Funktionalität selbst leisten kann und nicht auf systemfremde Forensoftware oder Ticketsysteme angewiesen ist.

Der Vorteil der Community

Wer Drupal nutzt, wird relativ zügig auf eine große, internationale und auch enorm kontaktfreudige Community stoßen. So finden internationale und auch kleinere regionale und themenbezogene Konferenzen statt. Gerade in großen Städten finden sich nicht selten etablierte Stammtische und Usergruppen.
Dies ermöglicht eine gegenseitige Unterstützung und Weiterbildung, die eine der Säulen eines großen Open-Source-Projektes darstellt und das Projekt stetig weiterentwickelt. Insofern wird es leicht fallen, Kontakte zu Spezialisten und Experten zu knüpfen.