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Joomla

JoomlaJoomla gehört derzeit neben WordPress, Typo3 und Drupal zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Content-Management-Systemen (CMS). Die Software ist unter einer GNU General Public License lizenziert und damit eine offene beziehungsweise freie Software. Für die Nutzung des Systems werden also keine Gebühren fällig. Das System läuft auf PHP und nutzt eine MySQL-Datenbank.

Mit dem Redaktionssystem können einfache bis komplexe Webseiten betrieben werden, auf denen umfangreiche dynamische Inhalte wie Nachrichten oder Bildergalerien dargestellt werden müssen. Für Redakteurinnen und Redakteure sind keine fortgeschrittenen HTML- oder Programmierkenntnisse notwendig, da Joomla wie die meisten CM-Systeme eine grafische Oberfläche anbietet. Diese vereinfacht das Erstellen oder Editieren von Inhalten stark und erinnert in der Bedienung an eine Textverarbeitung.

Kernfunktionen

Der große Vorteil des Redaktionssystems ist, dass die funktionelle Struktur, das Layout und die eigentlichen Inhalte wie Artikel oder Fotos strikt voneinander getrennt sind. Damit müssen sich Webredakteure beispielsweise nicht um Fragen des Webdesigns kümmern. Andererseits sind Änderungen an der Gestaltung oder der Funktionalität möglich, ohne dass die eigentlichen Inhalte der Website direkt betroffen sind.
Damit bringt das System ein großes Spektrum von Kernfunktionen mit, die je nach Bedarf durch Erweiterungen ergänzt werden können.

So ist das CMS von Haus aus auf die Realisierung mehrsprachiger Websites ausgelegt und unterstützt derzeit mehr als 70 Sprachen. Zu den Kernfunktionen des CMS gehören darüber hinaus ein WYSIWYG-Editor, umfangreiche Werkzeuge für die Suchmaschinenoptimierung, eine automatisierte Menüverwaltung und eine Nutzerverwaltung. Webredakteure erhalten durch das CMS zahlreiche Werkzeuge wie zeitgesteuertes Veröffentlichen, Medienbibliotheken und Kategorisierung an die Hand.

Die große Popularität Joomlas hat jedoch auch eine Schattenseite: Wie die meisten CMS ist Joomla in besonderem Maße Angriffen durch Hacker ausgesetzt. Das Entwicklerteam von Joomla hat zwar ein Bug Squad eingerichtet, also ein Team, das gezielt nach Schwachstellen sucht und Sicherheitslücken schließt. Jedoch können von den über 7.500 Erweiterungen durchaus Gefahren ausgehen, die durch die Entwickler Joomlas nicht direkt beherrschbar sind.

Geschichte

Joomla hat sich im Jahr 2005 aus dem kommerziellen CMS Mambo entwickelt. Die erste Version entsprach funktionell und auch technisch weitgehend der damals aktuellen Version von Mambo. Im Laufe der folgenden zwei Jahre entwickelte das Team ein von Mambo unabhängiges CMS, das als Joomla 1.5 veröffentlicht wurde.

Der Name Joomla lehnt sich an ein Swahili-Wort an und bedeutet so viel wie »alle zusammen«. Damit unterstreichen die Macher die Tatsache, dass Joomla als freie Software von einer großen Community entwickelt beziehungsweise mitentwickelt wird.

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